Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb
Die Entwicklung des Fliegerhorsts zu einem modernen und lebendigen Stadtquartier für alle Generationen ist eine anspruchsvolle Planungsaufgabe. Als erster Schritt wurde ab April 2023 ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb durchgeführt. Sein Ziel war es, die bestmögliche Lösung für das Areal zu finden.
Im Wettbewerb erarbeiteten verschiedene Teams ihre Vision für das Gelände. Sie orientierten sich dabei an der Auslobung des Wettbewerbs, in der die Rahmenbedingungen und die Ziele für die Entwicklung vorgegeben wurden. Damit auch die Ideen und Wünsche der Fürstenfeldbruckerinnen und Fürstenfeldbrucker in den Wettbewerb einfließen, wurden verschiedene Dialog- und Informationsveranstaltungen durchgeführt. All Ihre Anregungen und Ideen wurden in einem Bürgerprotokoll gesammelt, welches der Auslobung beilag und damit den teilnehmenden Teams als Leitlinie für ihre Überlegungen diente. Auch dem Preisgericht lagen die Rückmeldungen für seine Entscheidung vor.
Das Preisgericht prüfte Ende September 2023 die eingereichten Entwürfe und ließ die fünf vielversprechendsten Ergebnisse für den zweiten Teil des Wettbewerbs zu. Die so ausgewählten Teams hatten dann die Möglichkeit, ihre Entwürfe nochmals vertieft zu bearbeiten. Zuvor wurde die Öffentlichkeit nochmals umfassend beteiligt. Die gesamte Beteiligung wurde umfassend dokumentiert.
Die Jury wählte anschließend drei Preisträger*innen aus. Sie richtetet sich dabei nach der in der Auslobung genannten Zielsetzung:
“Ziel ist es ein überzeugendes Gesamtkonzept zu finde, das die wechselvolle Geschichte des Fliegerhorsts aufgreift und neuen Raum für Wohnen und Arbeiten schafft, das gleichzeitig unverwechselbare Freiraumqualitäten anbietet und wegweisend für Klimaschutz und ‑anpassung, sowie energetische Nachhaltigkeit ist. Darüber hinaus seien als besondere Herausforderungen der Planungsaufgabe genannt:
- Überwindung der isolierten Insellage des Areals und Verknüpfung mit der Kernstadt
- Beachtung regionaler bzw. landkreisweiter Abhängigkeiten und Harmonisierung grundsätzlicher Entwicklungsvorstellungen für angrenzende Bereiche der Nachbarkommunen
- Integration umfangreicher denkmalgeschützter Strukturen im Wettbewerbsgebiet
- Entwicklung eines innovativen und zukunftsfähigen Mobilitätskonzeptes, welches die Belange der Stadt Fürstenfeldbruck, sowie der benachbarten Kommunen gleichermaßen berücksichtigt
- Entwicklung eines attraktiven Freiraumkonzepte, welches einerseits den Ansprüchen des Natur- und Artenschutzes Rechnung trägt und andererseits dem Erholungsbedürfnis der Bevölkerung gerecht wird” (Quelle: Auslobungstext, Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Planungswettbewerb Fliegerhorst FFB, Stand April 2023)
Am 24. April 2024 fand die abschließende Sitzung des Preisgerichts statt, bei der die Jury knapp neun Stunden über das Für und Wider der eingereichten Planungen diskutierte.
Die Entscheidung fiel klar aus: Der Entwurf „Fürstenfeld Wood“ des renommierten Kopenhagener Planungsbüros Adept konnte den Wettbewerbssieg für sich entscheiden (s.u.). Die herausragende Qualität des Konzepts zeigte sich im Abstand zu den weiteren Plätzen: Es wurde kein zweiter Platz vergeben, während sich die Entwürfe von caspar.schmitzmorkramer / Studio grüngrau Landschaftsarchitektur und Schellenberg + Bäumler Architekten mit haascookzemmrich STUDIO2050 / Planstadt Senner den dritten Platz teilten.
Der Siegerentwurf wurde dem Stadtrat zur Weiterbearbeitung empfohlen. Aus ihm wird nun der Rahmenplan entwickelt.